Kopenhagen

Die Hauptstadt Kopenhagen ist sowohl politisches als auch kulturelles Zentrum des Königreichs. Mit 1,8 Millionen Einwohnern ist Kopenhagen die größte Stadt in ganz Skandinavien.

Das bekannteste Wahrzeichen Kopenhagens sitzt auf einem kleinen Stein am Ende der Hafenpromenade: Die Kleine Meerjungfrau (Lille Havfrue) wurde 1913 von dem dänischen Bildhauer Edward Eriksen geschaffen und zählt zu den meist-fotografierten Frauen der Welt. Und sie musste schon so einiges mitmachen: Mal wurde ihr der Kopf abgeschlagen, mal wurde sie von Kopf bis Fuß rot angemalt, und auch ins Hafenbecken wurde sie schon gestoßen. Zum Glück hat sie jedoch all diese Anschläge überlebt.

Nyhavn ist das Vergnügungsviertel Kopenhagens. In diesem Viertel mit maritimen Flair befanden sich früher verruchte Kneipen und Bordelle, heute finden sich hier angesagte Restaurants und Cafes. Direkt an das Nyhavn-Viertel angeschlossen liegt Strøget, die längste Fußgängerzone der Welt mit unzähligen Geschäften und Boutiquen, in der sich neben den Einkaufswütigen auch Straßenkünstler und -musiker tummeln.

Am nördlichen Ende des Nyhavn-Kanals liegt die Residenz der königlichen Familie, das Schloss Amalienborg. Das bemerkenswerte Beispiel der Rokokoarchitektur, bestehend aus vier nahezu identischen Flügeln, wurde im 18. Jahrhundert erbaut und steht im Zentrum der so genannten Friedrichsstadt, die von Frederik V. errichtet wurde. Täglich kann man um 12 Uhr den Wachwechsel der königlichen Garde beobachten - mit Musik, wenn die Monarchin anwesend ist, und ohne Musik, wenn sie gerade nicht im Schloss residiert.

In Kopenhagen gibt es einige sehr interessante Museen, die einen Besuch wert sind: Im Nationalmuseum kann man die dänische Geschichte von den Anfängen bis heute nachverfolgen, das Statens Museum for Kunst zeigt Werke europäischer und dänischer Maler vom 16. Jahrhundert bis heute, und was es im Wikingerschiffmuseum zu sehen gibt, lässt sich nicht schwer erraten.

Wer von Kunst und Kultur schließlich genug hat, der findet im Tivoli nur unweit des Zentrums zahlreiche Unterhaltungs- und Ablenkungsmöglichkeiten. Der traditionsreiche Vergnügungspark öffnet schon seit 1843 für Jung und Alt seine Pforten und bietet für jedermann etwas - für den Wagemutigen ebenso wie für den eher Zurückhaltenden. Besonders die Abendstimmung auf dem Tivoli ist sehr speziell: das Leuchten bunter Lampen, Livemusik und schließlich ein berauschendes Feuerwerk.

Århus

Die bunte Universitätsstadt Århus ist das kulturelle Zentrum Jütlands und liegt an der Ostküste der Halbinsel am Kattegat. Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Århus ist das Freilichtmuseum Den Gamle By (Die alte Stadt). Die bis zu 80 historisch wertvollen Gebäude - Wohnhäuser, eine wasser- und eine Windmühle - wurden aus ganz Dänemark zusammengetragen, restauriert und hier als Dorf wieder aufgebaut. Das älteste Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Domkirke in Århus mit original romanischen Bauteilen aus dem 12. Jahrhundert und gotischen Elemente aus dem 15. Jahrhundert ist der größte Kirchenbau in ganz Dänemark.

Ribe

Die älteste und eine der am besten erhaltenen Städte in Skandinavien ist Ribe, in Westjütland gelegen: Bis ins 9. Jahrhundert lassen sich Belege für eine Siedlung an diesem Ort nachweisen. Mehr als 100 Gebäude der Altstadt stehen heute unter Denkmalschutz, da seit einem Brand im 16. Jahrhundert die Bausubstanz nicht mehr wesentlich verändert wurde. Den besten Ausblick über die Stadt und die Umgebung hat man vom Turm der Kathedrale aus, dem Wahrzeichen der Stadt.

Schloss Egeskov

Ein traumhaftes Renaissanceschloss mit Burggraben und Zugbrücke: das ist das Schloss Egeskov ("Eichenwald"), das seinem Namen der Tatsache verdankt, dass es auf mehreren senkrecht im Wasser stehenden Eichenpfählen gebaut ist. Das Wasserschloss liegt auf der Insel Fünen und wurde im 16. Jahrhundert auf einem kleinen See inmitten einer 15 Hektar großen Parkanlage, zu der heute auch der größte Fuchsiengarten der Welt gehört, errichtet. Im Inneren des Schlosses gibt es antikes Mobiliar und Gemälde zu bestaunen. Außerdem befindet sich auf dem Gelände des Schlosses ein Oldtimer-Museum mit 300 alten Autos und Motorrädern.

Møns Klint

Die atemberaubende Naturattraktion befindet sich am östlichen Ende der Insel Møn: eine sechs Kilometer lange Steilküste aus weißem Kalkstein. Der Kreidefelsen "Dronningestolen", was soviel wie "Stuhl der Königin" bedeutet, fällt aus 128 Metern Höhe steil ab. Entstanden sind die Klippen, als vor mehr als 5.000 Jahren die auf dem Meeresgrund aus Kalkablagerungen entstandenen Kreideschichten an die Oberfläche gedrückt wurden. Durch einen Fußmarsch kann man von den Klippen hinunter zum Strand gelangen. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Klippen bei einer Bootstour aus der Ferne von der Seeseite aus zu bestaunen.

Legoland

Da können Kirchen, Schlösser und Museen einfach nicht mithalten: Das Legoland ist Dänemarks meistbesuchte Attraktion außerhalb Kopenhagens. Der Themenpark für Junge und Junggebliebene befindet sich seit 1968 nahe dem Städtchen Billund in Jütland: Hier, in der Heimatstadt der Spielsteinchen, wurde das erste Legoland weltweit auf einer Fläche von mittlerweile 14 Hektar errichtet. Insgesamt wurden in den acht verschiedenen Themenwelten mehr als 42 Millionen der bunten Plastiksteine verbaut. Ob nun weltberühmte Bauwerke wie die amerikanische Freiheitsstatue, zahlreiche Achterbahnen und Fahrgeschäfte, oder eine Nachbildung des Hafens von Kopenhagen - selbstverständlich alles aus Legosteinen gebaut - hier findet man alles vereint.